Kinderwunsch

... es will einfach nicht klappen

Manchmal braucht der Klapperstorch halt etwas länger …

Für viele Paare gibt es nichts schöneres, als Ihr gemeinsames Glück durch eine Familie mit Kindern zu komplettieren. Umso frustrierender ist es, wenn das Wunschkind auf sich warten lässt.

Wenn ein Paar schon seit einiger Zeit einen Kinderwunsch hegt und sich dieser Wunsch trotz regelmäßigem und ungeschütztem Verkehr bisher noch nicht erfüllt hat, stellt sich immer wieder die Frage, ob das noch normal ist oder ob es einen Grund dafür gibt, dass eine Schwangerschaft ausbleibt.

Bei gesunden Paaren, bei denen keinerlei Fruchtbarkeitsstörungen vorliegen, erfüllt sich der Kinderwunsch fast immer innerhalb eines Jahres. Ist dies nicht der Fall, so biete ich Ihnen gerne an mit Ihnen zusammen nach den Gründen für die ausbleibende Schwangerschaft zu suchen.

Liegt es an mir - oder an Dir?
Die Gründe für eine Fruchtbarkeitsstörung liegen statistisch gesehen zu je einem Drittel bei der Frau, beim Mann oder bei beiden Partnern gemeinsam. In ungefähr 10% der Fälle lässt sich keine klare Ursache für das Ausbleiben einer Schwangerschaft finden.
Mögliche Ursachen

In vielen Fällen liegen die Gründe einer ausbleibenden Schwangerschaft an organischen Ursachen oder Hormonstörungen.

Bei Frauen sind Funktions- und Hormonstörungen der Eierstöcke sowie geschädigte Eileiter (z.B. durch eine Infektion mit Clamydien, Eileiterschwangerschaften, Endometriose, …) die häufigsten Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft. Aber auch Störungen der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses (z.B. durch Infektionen, Hormonstörungen, Myome) sind keine Seltenheit.

Hauptursachen auf Seiten des Mannes liegen bei der Samenzellbildung (zu wenige gute Spermien, verminderte Beweglichkeit, …) und dem Spermientransport.

Manchmal können aber auch internistische Erkrankungen, wie z.B. ein Diabetes mellitus, Schilddrüsenprobleme oder Gewichtsprobleme Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft sein.

Es gibt aber auch seltene Fälle (~10%), in denen keine Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft festgestellt werden kann.

Kann ich selber meine Fruchtbarkeit positiv beeinflussen?

Ja, eine gesunde Lebensweise (kein Nikotin- und übermäßiger Alkoholgenuss, ausreichend Schlaf, nicht allzu viel Stress, …), eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung und Sport können sich im Allgemeinen positiv auf die Fruchtbarkeit auswirken. Aber auch extremes Über- bzw. Untergewicht sowie die Einnahme mancher Medikamente kann einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben.

Der Zyklus einer Frau verrät einiges über die fruchtbaren Tage im Monat - es gibt einige gute Methoden (z.B. Festhalten der Zykluslänge, Messen der Aufwachtemperatur, Berechnung des Eisprungs, …) wie sie feststellen können, wann eine Empfängnis bei Ihnen besonders wahrscheinlich ist.

unser Angebot

Für einen guten Start in eine mögliche Schwangerschaft ist eine gute Vorbereitung wichtig. Ich berate Sie gerne schon frühzeitig darüber, was sich positiv aber auch was sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken kann. Zudem berate ich Sie auch gerne zur Ernährung und Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen. Auch ist es gut vor einer möglichen Schwangerschaft den Impfstatus zu bestimmen und zu prüfen, ob alle notwendigen & empfohlenen Impfungen erfolgt sind.

Erstgespräch und Diagnostik

Das Erstgespräch mit dem Paar dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der gründlichen Anamnese. Dabei können die Ursachen gleichermaßen bei Mann und Frau liegen, was es elementar macht, dass bei der Suche nach den Ursachen der Fruchtbarkeitsstörungen sowie auch der späteren Behandlung beide Partner einbezogen werden.

Es folgt eine gynäkologische Untersuchung der Frau. Anhand dieser Ergebnisse kann beurteilt werden, welche weiteren Untersuchungen (z.B. Hormonanalysen, Feststellung ob ein Eisprung stattfindet, Ausschluss einer Entzündung, Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter, Spermiogramm, …) ggf. noch eingeleitet werden müssen. Zur invasiven Diagnostik (wie z.B. Gebärmutterspiegelung, Bauchspieglung zur Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit) überweisen wir Sie an einen entsprechenden Experten. Die Untersuchung des Mannes sollte bei einem Urologen erfolgen.

Mit den Befunden können wir die weiteren Schritte mit Ihnen erarbeiten. Ziel hierbei ist es zunächst die konservativen Therapiemöglichkeiten auszuschöpfen, bevor ggf. eine künstliche Befruchtung (IVF/ICSI) in Erwägung gezogen werden.

konservative Behandlungsmöglichkeiten

Eine Kinderwunschbehandlung beginnt mit der Festlegung des optimalen Zeitpunktes für den Geschlechtsverkehr im Hinblick auf das Eintreten einer Schwangerschaft.

Der Zyklus einer Frau verrät einiges über die fruchtbaren Tage im Monat - es gibt einige gute Methoden (z.B. Festhalten der Zykluslänge, Messen der Aufwachtemperatur, Berechnung des Eisprungs, …) wie sie feststellen können, wann eine Empfängnis bei Ihnen besonders wahrscheinlich ist.

Ist diese Methode nicht erfolgreich, so kann über mehrere Ultraschalluntersuchungen in einem Zyklus die Reifung der Eibläschen überwacht werden. Zusammen mit Hormonbestimmungen und dem Beobachten des Gebärmutterhalssekrets (verändert sich zyklusabhängig und wird unmittelbar vor dem Eisprung dünnflüssig und klar wie Eiweiß) kann der Zeitpunkt des Eisprungs relativ genau festgestellt werden.

 

Ist auch diese Methode nicht von Erfolg gekrönt, so kann in einem stimulierten Zyklus der Eisprung mittels Verabreichung eines Hormons nach Erreichen des optimalen Reifegrades ausgelöst werden. Der Eisprung erfolgt im Durchschnitt 35 Stunden nach dieser Injektion. Der Geschlechtsverkehr in einem Zeitraum 1 bis 2 Tage um den Eisprung führt am häufigsten zum Eintritt einer Schwangerschaft.

Intrauterine Insemination (IUI) und künstliche Befruchtungen (IVF/ICSI)

Diese 2 Verfahren werden nicht bei uns in der Praxis durchgeführt – hierzu überweisen wir Sie an ein Zentrum für Reproduktionsmedizin. Bei einer IUI wird in einem stimulierten Zyklus der Eisprung nach Erreichen des opt. Reifegrades der Eizellen über ein Hormon ausgelöst und entsprechend aufbereitete Spermien mittels eines kleinen Katheters in die Gebärmutter eingebracht.

Bei IVF werden der Frau nach einer Stimulation reife Eizellen entnommen und mit den aufbereiteten Spermien des Mannes zusammengebracht. Nach erfolgter Befruchtung und Embryoentwicklung wird der Embryo in die Gebärmutterhöhle übertragen. Beim ICSI ist der einzige Unterschied zur IVF, dass ein einzelnes Spermium in die Eizelle injiziert wird. Die Stimulation, Entnahme und der Transfer sind identisch.

Hilfreiche Links / Downloads

KinderwunschLink zu vielen interessanten Artikeln rund um Fruchtbarkeit, Diagnostik und Behandlung von familienplanung.de

Ihr plant ein Baby? Wie schön! ELTERN Online unterstützt Euch mit vielfältigen Informationen rund um die Themen Fruchtbarkeit, Zeugung, Kinderwunschmedizin und Familienplanung.

Kinderwunsch – eine informative Landingpage über eine gesunde Lebensweise, mögliche Ursachen, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und vieles mehr von msd.de

Wenn ein Traum nicht in Erfüllung geht … - eine informative Broschüre über Kinderwunsch und Fruchtbarkeitsstörungen vom BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

CERF – Centrum für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in Freiburg. Link auf die Startseite

FAQ - Weitere Antworten zu den häufigsten Fragen rund um das Thema findest Du hier

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